Stellungnahme der KPÖ Villach/Beljak zur geplanten Anhebung des Sprachniveaus auf B1 bei der Vergabe von Gemeindewohnungen


Stellungnahme der KPÖ Villach/Beljak zur geplanten Anhebung des Sprachniveaus auf B1 bei der Vergabe von Gemeindewohnungen
KPÖ Villach/Beljak
8. Juni 2025
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Der Bürgermeister der Stadt Villach, Günther Albel (SPÖ), hat das Vorhaben geäußert, Menschen mit einem Sprachniveau unter B1 keine Gemeindewohnung zu gewähren.
Damit wandelt die SPÖ Villach weiter auf einer rechten und intoleranten Linie.
Der Bürgermeister und alle Gemeinderätinnen, die sich dafür stark machen, möchten mit diesem Vorhaben, Menschen die Obdach brauchen, diskriminieren. Sie möchten ein menschliches Grundrecht an Sprachtests und damit an Herkunft, Lernfähigkeit und Leistung koppeln.
Anstatt anzustreben jedem Menschen ein Dach über dem Kopf zu gewährleisten soll handverlesen selektiert werden wer sich ein solches auch verdient. Der Rest der Menschen soll an Miethaie verfüttern werden.
Dies ist eine Politik für die Besitzer und Vermögenden und gegen die Arbeiterinnen und Arbeiter sowie die Ärmsten unserer Gesellschaft.
Eine Politik, die von Opportunismus und Egoismus gekennzeichnet ist und von welcher sich die SPÖ gerne in Worten distanziert, in Taten allerdings nichts anderes tut.
Wenn dieser Beschluss im Gemeinderat angenommen wird, kommt es zu einer erheblichen Steigerung der Armutsverhältnisse in Villach. Günther Albel nimmt dies ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf, nur um ein paar Wählerstimmen aus dem rechten Eck zu ergattern. Darüber hinaus erweist man sich als Mittäter oder zumindest nützlichen Idioten von rassistischer Ideologie, trägt dabei aktiv zur Ausgrenzung von Minderheiten bei und stachelt zusätzlich die arbeitende Bevölkerung gegeneinander auf.
Integration ist keine Bringschuld und nichts, dass durch einfache Prüfungen zu realisieren ist, sondern ein gegenseitiges Aufeinander zukommen. Anstatt Menschen mit Budgetmaßnahmen, Kürzungen und Sprachrepressionen zu erdrücken und auszugrenzen, sollte die SPÖ lieber Maßnahmen ergreifen, die für die arbeitende Bevölkerung von Nutzen sind.
Dies wird allerdings nicht passieren, denn es hat sich gezeigt, dass die SPÖ eine Politik gegen die Arbeiterinnen und Arbeiter macht und somit keine soziale Alternative, sondern ein weiteres Rädchen in einem ausbeuterischen System darstellt.
Das beweist die Bundesregierung und das beweist Günther Albel.
Wir fordern den Bau von Gemeindewohnungen, um leistbares Wohnen für alle zu gewährleisten, und den Stopp von künstlichen Kriterien, um Unterschiede und Abstufungen in der Bevölkerung zu schaffen, wo keine sind.
Mensch ist Mensch.
Wohnen ist ein Menschenrecht.