Volksbefragung zum Windradverbot: FPÖ spielt mit Luftgitarre
Pressestelle - Kärnten
8. Januar 2025
KI-generiert von Redaktion
Die FPÖ und das Team Kärnten haben sich zusammengetan und eineVolksbefragung zum Thema Windkraftdurchgesetzt; nachdem sie über mehr als ein Drittel der Landtagsabgeordneten verfügen, konnten sie das machen. Vor allem die FPÖ will damit Stimmung gegen die Anwendung der Windkraft in unserem Bundesland machen. Mehr kann die Volksbefragung nicht bewirken, denn sie verpflichtet die Landesregierung zu gar nichts. Es handelt sich um ein Luftgitarre-Spiel, allerdings um ein teures: 500.000 bis 600.000 Euro wird dafür aus der Landeskasse aufgewendet.
Die Faktenlage zeigt, wie wenig Substanz dieses Thema im Grunde hat: In Kärnten stehen aktuell 14 Windräder, 23 weitere sind genehmigt, und 9 befinden sich in Planung. Doch nur 0,26 Prozent der Fläche Kärntens eignen sich überhaupt für die Nutzung von Windenergie. Die Frage eines generellen Verbots wirkt vor diesem Hintergrund nicht nur überzogen, sondern dient ganz offensichtlich derProfilierung der FPÖ, die ihre Zustimmungswerte unter Teilen der Bevölkerung noch weiter steigern will – inmitten einer Zeit, in der immer mehr Menschen in Kärnten unter steigenden Lebenshaltungskosten und explodierenden Energiepreisen leiden, und nicht unter Windrädern.
Die Argumentation, ein Windradverbot diene dem Schutz von Natur und Landschaft, ist kaum haltbar, wenn man gleichzeitig die Folgen der Anwendung fossiler Energieträger ignoriert: Klimawandel, Umweltzerstörung und gesundheitliche Schäden treffen vor allem diejenigen, die ohnehin schon am meisten darunter leiden. Stattdessen müsste der Fokus auf der Energiewende liegen, doch diese wird durch solche Diskussionen nur weiter ausgebremst. Und von den wirklich drängenden Fragen wird abgelenkt: Wie können die Energiepreise gesenkt, die Energiearmut verhindert, eine Energie-Grundversorgung eingerichtet und die Energieversorgung langfristig gesichert werden?
Dass sich die Wirtschaftskammer gegen ein Verbot ausspricht, während die FPÖ dafür plädiert, macht die politische Dimension dieses Themas deutlich. Es geht weniger um Inhalte als um Profilierung undinterne Machtkämpfe innerhalb des ÖVP-FPÖ-Blocks. Die sozialen Interessen der Bevölkerungsmehrheit spielen in dieser Luftgitarre-Show keine Rolle.
Unabhängig davon, ob Windkraftwerke in einem Land wie Kärnten/Koroška die ideale Möglichkeit für erweiterte Energiegewinnung sind,ist ein prinzipelles Verbot von Windrädern widersinnig. Daher empfehlen wir für Sonntag, den 12.01.2025: NEIN zum Verbot von Windrädern … wenn man denn schon hingeht.