Nein zur Wehrdienstverlängerung

KPÖ Villach/Beljak

23. Mai 2026

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Die Neutralität und ihre Geschichte

Das am 26. Oktober 1955 beschlossene Neutralitätsgesetz war lange Zeit ein zentrales Steckenpferd der österreichischen Gesellschaft. Kurios ist jedoch, dass ausgerechnet die FPÖ am 26. Oktober 1955 als einzige Partei im damaligen Nationalrat die immerwährende Neutralität nicht unterstützte. Heute will sie als deren Verteidiger auftreten. Wir haben uns 1955 bewusst für eine mit der Waffe zu verteidigende Neutralität entschieden und damit auch den Weg für das Bundesheer geebnet.

Österreich zwischen den Militärblöcken

Wir wussten damals wie heute, dass ein kleines Land wie Österreich im Konzert der Militärmächte – einst NATO und Warschauer Pakt – nicht mitspielen kann und auch nicht mitspielen will. Der Warschauer Pakt löste sich 1990 auf, die NATO besteht bis heute fort und sucht ständig neue Rechtfertigungen für ihr milliardenschweres System.

Aufrüstung in Europa und Österreich

Fast täglich wird uns eingeredet, wie nah der Krieg in Europa sei. Die USA wollten uns angeblich nicht mehr uneingeschränkt verteidigen – also müsse massiv aufgerüstet werden. Die EU hat dafür bereits 800(!!!) Milliarden Euro reserviert.

Und Österreich?

Wir beteiligen uns mit Enthusiasmus: Sky Shield um 8 Milliarden Euro, bis zu 30 neue Abfangjäger – Milliardeninvestitionen trotz angeblich prekärer Budgetsituation. Auch die Stadt Villach sorgt für Aufsehen: Für eine Zufahrtsstraße zur geplanten neuen Bundesheerkaserne werden rund 10(!!!) Millionen Euro ausgegeben. Mehr als bedenklich, oder?

Wehrdienstverlängerung: der nächste Schritt

Nun ist die letzte Katze aus dem Sack: Der Wehrdienst soll auf bis zu zehn Monate verlängert und der Zivildienst von 9 auf 12 Monate ausgeweitet werden. „Super – bravo“: Damit befinden wir uns mitten im Konzert der kriegsaffinen NATO und der kriegsbegeisterten EU. Realistisch betrachtet führt dieser Weg geradewegs zum NATO-Beitritt – weg von der Neutralität, hin zur Beteiligung statt angeblichem „Trittbrettfahren“. Das kann es nicht sein! Neutralität ade – NATO-Beitritt, Wehr- und Zivildienstverlängerung und Beteiligung an einer kriegslüsternen Politik?

Wir sagen klar und deutlich:

NEIN zu einem NATO-Beitritt, 

NEIN zur innerösterreichischen Milliardenaufrüstung

und ein klares NEIN zur Wehrdienstverlängerung!

(Text erstmals erschienen in der Villacher Stimme, Ausgabe 1, Februar-März 2026)