Am 15. April: Filmabend mit Georg Tidl
Pressestelle - Kärnten
9. April 2025
Georg Tidl zu Gast im Café KPÖ
Unglaubliche 883 Tage haben sie in den Fjorden Norwegens überlebt. Sogar den extremen Winter 1941/1942. Sie, das sind der Klagenfurter KommunistHans Laabund sein FreundRaimund Huber. Sie sind aus Österreich vor der Gestapo geflüchtet. Überleben konnten sie nur mit der großzügigen Hilfe und der Solidarität der norwegischen Bauern in den Fjorden. Diese teilten alles, obwohl sie selbst kaum das Notwendigste zum Überleben hatten. Nach dem Krieg hat Hans Laab diese 883 Tage zu Papier gebracht, mit der Maschine geschrieben, mit der Hand gezeichnet.Georg Tidl hat daraus ein Buch und 2021/2022 den Dokumentarfilm „883 Tage“ gemacht.Er zeigt ihn am
Dienstag, 15. April, um 18:30 im Café KPÖ im Klagenfurter Volkshaus/Ljudski dom (Südbahngürtel 24).
GeorgTidlarbeitete als Journalist im Österreichischen Rundfunk. Zahlreiche Fernsehdokumentationen zu Themen der Zeitgeschichte, Beiträge in Zeitschriften, Gestaltung von Ausstellungen. Buchveröffentlichungen unter anderem: »Die sozialistischen Mittelschüler Österreichs 1918-33«, »Die Frau im Nationalsozialismus«, »Streuzettel. Illegale Propaganda in Österreich 1933-1938«, »Von der GESTAPO gehetzt«. Im März 2009 Verleihung des Berufstitels Professor. Seine frühen Recherchen zu Dr. Kurt Waldheims Kriegsbiografie schon im April 1984 gelten als Initialzündung einer innenpolitischen Entwicklung Österreichs, die versucht hat, das nationalsozialistische Erbe aufzuarbeiten und zu beseitigen.