Ein Platz auch in der Landeshauptstadt

Im Vordergrund von links nach rechts: Bea Samwald, KPÖ. Alexander Kaster (Team Kärnten), Klagenfurter Vizebürgermeister. Sonja Koschier, grüne Gemeinderätin. Wolf Götz-Jurjans, Wiener KPÖ-Bezirksrat. Franz Petritz (SPÖ), Klagenfurter Kulturstadtrat.

Am Samstag, den 15. Juni wurde in Klagenfurt/Celovec der Platz vor dem Volkshaus/Ljudski dom am Südbahngürtel 42 nach der Grand Dame der österreichischen Architektur, der kommunistischen WiderstandskämpferIn und Feministin Margarete Schütte-Lihotzky benannt. Die Tafel wurde im Beisein der grünen Gemeinderätin Sonja Koschier, die den schließlich einstimmig beschlossenen Antrag in den Klagenfurter Gemeinderat eingebracht hatte, Kulturstadtrat Franz Petritz (SPÖ) und Vizebürgermeister Alexander Kastner vom Team Kärnten enthüllt. Es ist die erste offizielle zweisprachige Straßen- bzw. Platzbezeichnung  in der Kärntner Landeshauptstadt. Mirko Messner als Vertreter des Eigentümers (Bundesvorstand der KPÖ) moderierte gemeinsam mit Gerda Magnet vom Verein VOBIS (Verein für offene Begegnung und Integration durch Sprache) auf deutsch und slowenisch. Gemeinderätin Koschier würdigte – in beiden Landessprachen – die Arbeit Schütte-Lihotzkys. Wolf Jurjans, Bezirksrat aus Wien, erzählte von der Straßen- und Parkbezeichnung nach Schütte-Lihotzky in Wien; Vizebürgermeister Kastner bekundete seine Zufriedenheit, dass die international rennomierte Architektin nun nicht nur ein denkmalgeschütztes Gebäude, sondern auch eine Platz habe. Es folgten Grußworte an die zahlreich erschienen Teilnehmer:innen durch Vertreter:innen und Sprecher:innen der im Haus tätigen Vereine und Organisationen: Patrick Wriessnig, Landessprecher der KPÖ Kärnten/Koroška, Selly Pašalić von der Jungen Linken, Sissi Rausch für das WerkStattMuseum/delavnicaMUZEJ, Cristina Tamas für den Gewerkschaftlichen Linksblock. Martin Moschitz sprach für den Slowenischen Kulturverband und das erste professionelle slowenische Theater RAMPA im iKULT, um das schon seit vielen Jahrzehnten gerungen worden war und das jetzt endlich seinen Platz gefunden habe. Die Runde der Statements wurde von vier VOBIS-SprachschülerInnen (die Namen sind der Redaktion bekannt) – aus der Türkei, Afghanistan, und dem Iran – über ihren persönlichen Zugang zu Schütte-Lihotzky abgeschlossen. Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Duo Vongole (Jurij Rausch & Ibrahim Mamuti) mit wunderbarer Musik begleitet.

Gruppenbild mit Margarete Schütte-Lihotzky

Im Anschluss an die Tafelenthüllung durch Vizebürgermeister Akexander Kastner, Sonja Koschier und Bea Samwald für die KPÖ waren die Teilnehmenden zur Ausstellung „Verwendungen und Verwandlungen / Rabe in spreminjanja“ über die Geschichte des Hauses im Foyer des iKULT geladen. Nach der Einleitung durch den Kurator Klaus Schönberger und die Mitgestalterin Johanna Steindl vom Master-Studiengang Angewandte Kulturwissenschaft und Transkulturelle Studien an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec erzählte der Margaretner Bezirksrat Wolf-Goetz Jurjans über die dem iKULT vor Jahren vorangegangene Renovierungsperiode des Hauses, an der er selbst maßgeblich beteiligt war, und seine Sicht auf dessen Zukunftsaussichten.

Die Veranstaltung klang (ziemlich spät, wie es sich für eine gelungene gehört) mit einer fröhlichen Party und zufriedenen Gästen aus – beeindruckt nicht nur von den selbstgemachten Speisen, sondern vor allem auch von der solidarischen, sprachlich und kulturell bunten und freundlichen Stimmung.

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