Von der Motor City zur gesunden Stadt für alle

So bringt KPÖplus Bewegung aus dem Verkehrschaos:

  • Wesentlich mehr öffentliche Linien, wesentlich kürzere Intervalle und ein Nulltarif für den öffentlichen Stadtverkehr.
  • Ergänzung des öffentlichen Sternverkehrs durch Ringverkehrslinien.
  • Wiedereinführung der Straßenbahn, Erweiterung der einst bestehenden Trassenführung durch weitere zeitgemäße. Viele Städte, die an vernünftiger, umweltbewusster Verkehrspolitik interessiert sind, haben Straßenbahnen (wieder) eingeführt oder erweitern Straßenbahn- oder Obuslinien. Die Klagenfurter Stadtpolitik hat diesbezüglich komplett versagt.
  • Flächendeckendes Radfahrnetz: Es gibt einige, jedoch entschieden zu wenig Radfahrwege. Viele befinden sich als Malerei ohne Folgen auf Gehsteigen und Straßen – ohne Niveautrennung. Das sind keine Radwege, sondern eben nur aufgemalte Wunschbilder. Wir wollen ein echtes und solides Radfahrnetz, das die ganze Stadt erfasst.
  • Autofreie Innenringzone als Begegnungszone mit Zufahrtsberechtigung für Anrainer*innen.
  • Flächendeckende 30er-Zone für ganz Klagenfurt, Bremsschwellen und Schritttempo vor Schulen, Spielplätzen und Senior*innenheimen.
  • Öffentlich zur Diskussion gestellter Mobilitätsplan (inkl. Nachtbusse mit Einbeziehung von Jugendzentren), der die Landeshauptstadt mit den umliegenden Gemeinden verbindet.
  • Großbetriebe, die Pendler*innen beschäftigen, sollen zu einer Nahverkehrsabgabe verpflichtet werden, sofern sie keinen Werksverkehr eingerichtet haben oder Dienstwohnungen bereitstellen.

So bringt KPÖplus Bewegung in eine soziale und gesunde Stadtentwicklung:

  • Klagenfurt braucht keinen Flughafen, schon gar nicht einen für Transportflieger, die unsere Luftqualität in der städtischen Beckenlage noch weiter verschlechtern würden. Ein Shuttle-Dienst nach und von Graz oder Brnik tut´s auch.
  • Die Einkaufspolitik der Stadt – vom Kaffee im Rathaus bis zu den Pflastersteinen – muss nach fairen ökologischen Kriterien festgelegt werden.
  • Öffentliche, leicht zugängige und online abrufbare Einsicht in die Qualität des Klagenfurter Wassers sowie Maßnahmen zur Senkung des Nitratwertes.
  • Mehr öffentliche Sanitätseinrichtungen mit kostenlosen Hygieneartikeln und zusätzlichen geschlechtsneutralen Toiletten.
  • Spritzenautomaten zur Erhöhung des Infektionsschutzes.
  • Mehr Mülltrennstationen sowie Automaten mit biologisch abbaubaren Hundekotsackerln.

So bringt KPÖplus Bewegung für mehr Freiraum:

  • Verlegung des Messegeländes auf das Flughafengelände; Begrünung und Umwidmung des Messegeländes in einen Platz der Begegnung mit Regionalmarkt, Gastrobetrieben, zusätzlichen öffentlichen Zonen ohne Konsumzwang, Spielplätzen, Ausstellungsstraßen für junge bildende Künstler*innen, Plätze für queere Kunst, Bibliothek und Proberäume.
  • keine weitere Verbauung und Versiegelung noch bestehender öffentlicher Flächen; die freien Flächen müssen frei bleiben.
  • Begrünungspolitik, unter anderem Begrünung des Neuen Platzes, der im Sommer bestenfalls als Helikopter-Landeplatz dienen kann und aufgrund Wärmeabstrahlung bzw. mangelnder Schatten praktisch menschenfrei bleibt.
  • Öffentliche Diskussion über Flächenwidmungspläne in den Stadtteilen. Entscheidungen dürfen nicht über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden, die in den Stadtteilen leben und unmittelbar von den Flächenwidmungsplänen betroffen sind.
  • Wesentlich mehr öffentliche Begegnungsplätze ohne Konsumzwang, dafür mit Motorikparks und Ruhezonen sowie Tischen und Bänken, die zum Verweilen einladen, und ein Trinkbrunnennetz mit integrierten Hundetränkmöglichkeiten in der gesamten Stadt.
  • Das Wörtherseeufer muss für alle zugängig sein, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen. Reiche & Superreiche dürfen die Bevölkerung nicht einfach vom Seeufer aussperren.

Wir wollen in einer sozialen, ökologischen und gesunden Stadt leben und noch mehr wollen wir, dass unsere Kinder in einer sozialen, ökologischen und gesunden Stadt aufwachsen. Klagenfurt/Celovec hat miserable Umweltwerte und liegt in relevanten Greenpeace-Rankings am unteren Ende der Skala österreichischer Landeshauptstädte. Dafür liegt die Stadt am Wörthersee, dessen Ufer sich zu 78 Prozent in Privatbesitz befinden. Selbst für die Nutzung des Strandbads müssen wir zahlen, obwohl es den Stadtwerken, somit der Stadt und somit eigentlich uns gehört. Die Stadt hat einen Flughafen, den nur wenige nutzen, ein über weite Strecken des Jahres brachliegendes Messegelände und sehr viel Platz für Autos. Immerhin gibt es über 60.000 davon allein in Klagenfurt/Celovec. Ausgehend davon, dass ein Auto in der Regel fünf Menschen transportieren kann, wären das eigentlich 40.000 Autos zu viel. Eine Polonaise aller in unserer Stadt lebender Menschen würde vom Lindwurmbrunnen bis zur Drachenbrücke in Ljubljana reichen, alle Autos der Stadt könnten aber eine Kolonne von der Rosentaler Straße bis Rovinj bilden. Der dichte Individualverkehr und ein mangelnder Mobilitätsplan tragen auch wesentlich zu den schlechten Umweltwerten bei und sorgen in einer Stadt, die schon aufgrund ihrer Beckenlage kein Luftkurort ist, für eine kapitale Feinstaubelastung und, damit nicht nur die Lungen etwas davon haben, auch für Lärm. Wenn dann auch noch die Qualität des Trinkwassers mangelhaft ist, gibt es in unserer Stadt wahrlich viel zu tun.

Dass solche Zustände krank machen, ist nicht verwunderlich. Und wer krank ist, soll zur Ärztin/zum Arzt gehen. Wer sich allerdings keine Zusatzversicherung und somit Wahlärzt*innen leisten kann, muss oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Und außerhalb der regulären Ordinationszeiten bleibt nur der Weg in eines der Krankenhäuser. Daher setzt sich KPÖplus für die Schaffung eines

Gesundheitsnetzwerks ein:

Eine offene, niederschwellige, barrierefreie Anlaufstelle für die Bewohner*innen. Die Öffnungszeiten sind den Bedürfnissen der Nutzer*innen anzupassen, idealerweise rund um die Uhr. Neben allgemeinmedizinischer Versorgung sollen insbesondere ambulante psychosoziale Angebote im Vordergrund stehen, wenn kein zeitlich flexibles, außerstationäres öffentliches Angebot zur Verfügung steht. Krisenintervention, Entlastung und die Beratung über weitere Schritte sollen Schwerpunkte dieses Angebots sein.

Das Gesundheitsnetzwerk ist explizit auch Anlaufstelle für Menschen ohne Krankenversicherung. Um ihre kostenfreie Behandlung sicherzustellen, werden Allgemeinmediziner*innen und Fachärzt*innen zur ehrenamtlichen Mitarbeit gewonnen, insbesondere in den Fachbereichen Gynäkologie, Urologie, Psychiatrie, Innere Medizin, Orthopädie und Kieferheilkunde.

Da es bei Menschen mit Migrationshintergrund insbesondere im sehr sensiblen Bereich der (psychosozialen) Gesundheit zu Verständigungsproblemen mit den Ärzt*innen kommen kann, wird eine Zusammenarbeit mit fachkundigen muttersprachlichen Videodolmetscher*innen angestrebt, die binnen kürzester Zeit online zur Verfügung stehen.

Ergänzend zur Gesundheitsversorgung nimmt die Sozialarbeit einen wichtigen Stellenwert ein und berät bei Fragen, die das Leben beschwerlich machen (Arbeit, Wohnen, Finanzen, Freizeit, usw.). Durch die Erarbeitung einer »regionalen Stadtteilkompetenz« sowie durch die Vernetzung mit allen öffentlichen Angeboten sind die Anlaufstellen in der Lage, den Bewohner*innen der Stadtteile rasch und unbürokratisch zu helfen.

loading