Mehrsprachig und bunt

So bringt KPÖ PLUS Bewegung für ein buntes Klagenfurt/Celovec:

  • Mehrsprachiges Bildungswesen, mehrsprachige Krabbelstuben und Kindergärten, Mehrsprachigkeit in Ämtern und Behörden.
  • Slowenisch als Wahlmöglichkeit für die zweite lebende Fremdsprache an Höherbildenden Schulen.
  • Arbeitsberechtigung und Zugang zum Arbeitsmarkt für alle, die hier leben, mit gleicher Entlohnung für gleiche Arbeit.
  • Antirassistische, antinationalistische und antisexistische Workshops in Bildungseinrichtungen und in Stadtteilen im Geiste der der österreichischen Verfassung und der Menschenrechte.
  • Sozialarbeiter*innen, psychologische Betreuung und Gesundheitspersonal als fixe Dienstposten an Schulen in Klagenfurt/Celovec.
  • Renovierung des Mozartheims.
  • Ausbau des Mädchenzentrums.
  • Errichtung eines Queer-Jugendzentrums und einer 24-Stunden-Help-Hotline für Personen der Queer-Community, Diskriminierungsschutz für Personen der Queer Community.
  • Inklusivere, zeitgemäße Aufklärung in Schulen über Geschlechterrollenbilder; gratis Verhütungsmittel und Damen-Hygieneartikel in Schultoiletten.
  • Niederschwellige Mental-Health-Workshops in den Stadtteilen, die sich auch mit Themen der Sexualität und des Drogenkonsums auseinandersetzen.
  • Klagenfurt/Celovec muss ein sicherer Hafen für Geflüchtete werden.

Klagenfurt/Celovec ist seit eh und je mehrsprachig. Bereits der uralte slowenische Stadtname Celovec weist darauf hin. Darüber hinaus ist unsere Stadt definitiv eine Stadt vieler Sprachen, eine Stadt der Buntheit, die sich in der Gemeindepolitik leider nicht widerspiegelt. Gerade weil Heinrich Himmler Kärnten unbedingt deutsch machen wollte und dafür hierzulande viel zu viele Erfüllungsgehilfen fand, muss der Artikel 7 des Staatsvertrags, der die Rechte der slowenischen und kroatischen Minderheiten in Österreich fixiert, in der Hauptstadt des offiziell zweisprachigen Bundeslandes heute vorbildhaft erfüllt und gelebt werden. Wenn schon ein zweisprachiger Sandkasten für Aufregung unter einigen Bürger*innen sorgt und sogar den Puls der Frau Bürgermeisterin in die Höhe schnellen lässt, sind wir davon noch eine gutes Stückerl entfernt. Klagenfurt/Celovec ist heute aufgrund der weltweiten Migrationsströme nicht nur zweisprachig, sondern eine Stadt vieler Sprachen und Ort kultureller Vielfalt. Diese Vielfalt gilt es nicht einzuebnen, sondern zu fördern. Deutschförderkurse sind notwendig, aber nur die Hälfte dessen, was zu tun ist, denn auch die Mutter- oder Familiensprachen der Minderheiten müssen gepflegt werden. Das ist nicht nur ein Recht der Klagenfurter Bürger*innen nichtdeutscher Muttersprachen, sondern ein zukunftsweisendes, menschliches, kulturelles und auch ökonomisches PLUS der Stadt, das es zu fördern gilt.

Nicht nur Angehörige ethnischer oder sprachlicher Minderheiten, sondern auch Personen der Queer Community erfahren von der Stadtpolitik geringe bis keine Wertschätzung. Es wird höchste Zeit, dass ihre Interessen im Gemeinderat würdig vertreten werden, denn anstatt den Regenbogen über Klagenfurt/Celovec aufgehen zu lassen, wird täglichen Diskriminierungen zu wenig entgegengesetzt und der graue Schleier eines erzkonservativen Spießbürgertums über weite Teile der Stadt gelegt. Darunter leidet nicht zuletzt die Jugend von Klagenfurt/Celovec, die ein anderes Weltbild vor Augen hat, als es manche Stadtväter und -mütter stricken, sticken oder schnitzen wollen. Auch dieser Jugend will KPÖplus Gehör verschaffen.

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