Michaela Gindl, Listenplatz 4

Michaela Gindl lebt in Klagenfurt, ist Sprachwissenschaftlerin und kandidiert für KPÖplus am Listenplatz 4.

Klagenfurt braucht eine transparente Kunst- und Kulturpolitik, die die Vielfalt fördert und nicht ein paar wenige bevorzugt.

 Was ist Kunst? Und was ist es wert, gefördert und finanziert zu werden? Ich bin der Meinung, dass jede Kunstinitiative und jedes Projekt nach denselben unabhängigen Kriterien bewertet und gefördert werden soll – und nicht die üblichen Verdächtigen mit hohen Summen ausstaffiert, während sich neue und vor allem abseits des Mainstream befindliche Kunstschaffende kaum über Wasser halten können. Sollte es nicht jede:r Künstler:in möglich sein, für ihre/seine Arbeit zu leben? Und ist es nicht eigentlich Aufgabe einer fairen, solidarischen Kunst- und Kulturpolitik, unkonventionelle, nicht kommerziell vermarktbare und vielleicht auch unbequeme Kunst ebenso zu fördern und öffentlich zugänglich zu machen, um eine vielfältige und sich gegenseitig bereichernde, lebendige Stadt zu schaffen? Ich trete als Kandidatin für KPÖplus an, weil KPÖplus für Gleichheit, Transparenz und Solidarität steht, für faire Konzepte und die Verteilung von Ressourcen nach Bedürfnissen, nicht nach Bekanntheitsgrad und Freunderlwirtschaft. Ich finde, es ist Aufgabe einer Stadt, für ihre Künstler:innen zu sorgen. Als Kandidatin von KPÖplus fordere ich daher Existenzsicherung für alle in Klagenfurt/Celovec lebenden Künstler:innen durch ein Grundeinkommen, sowie kostendeckende, transparente Projektförderungen und/oder fair bezahlte Auftragsarbeiten. Zudem sollen leerstehende Gebäude für Kunst- und Kulturinitiativen der freien Szene geöffnet werden, um den Künstler:innen einen Ort zur Ausübung ihrer Tätigkeit, zum Austausch und zur Vernetzung zu geben. Gleichzeitig braucht es Wochen der Begegnung mit einem niederschwelligen und vielfältigen Kunst- und Kulturangebot im öffentlichen Raum, damit alle Klagenfurter:innen und Besucher:innen Kunst und Kultur in ihrer Vielfalt kennenlernen können, abseits von Stadttheater und Landesmuseum.

Denn Klagenfurt hat so viel mehr zu bieten, mehr kritische, bissige Kunst, mehr slowenische, mehr-sprachige Kunst, mehr feministische, mehr queere Kunst, mehr junge Kunst – mehr Kreativität und mehr Vielfalt.

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