Horst Svetnik, Listenplatz 12

Horst Svetnik kandidiert am Listenplatz 12 für KPÖplus. Von seiner Ausbildung her ist er Maschinenschlosser. Heute ist er Pensionist. Er will das Pensions-Umlageverfahren auch für künftige Generationen gesichert sehen und setzt sich für Stadtteil-Sozialzentren ein.

Ich habe 43 Jahre gearbeitet und in die Sozialversicherung eingezahlt, damit jene, die zu meiner Erwerbszeit bereits in Pension waren, ihre Pensionsbezug hatten. Und heute erhalte ich meine Pension aus den Einzahlungen der heute erwerbstätigen Generation. Das nennt man Umlageverfahren, und das ist eine solidarische Einrichtung. Anstatt sich für die Absicherung dieses Umlageverfahrens durch höhere Löhne und Produktivitätsabgeltung zu kümmern, hat der neue Arbeitsminister Kocher die Pensionen mehrmals als Manövriermasse für zukünftige Einsparungen angesprochen, wenn es nach der Corona-Krise darum geht, wer die Kosten bezahlen soll. Daher läuten bei mir die Alarmglocken. Bereits zu Beginn des Jahres hat die Regierung sowieso schon eine Verschlechterung der Pensionen beschlossen und die sogenannte Hacklerregelung aufgehoben, d. h., sie hat Schluss gemacht mit der Möglichkeit, nach 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei in Pension gehen zu können; und sie hat mit der Aliquotierung der jährlichen Pensionsanpassung Schluss gemacht, die alle künftigen PensionistInnen treffen wird. Eine Million Menschen sind derzeit arbeitslos oder in Kurzarbeit und haben daher Einkommenseinbußen, was sich auf ihre zukünftigen Pensionen auswirken wird.
Dazu kommt, dass die schwarz-blaue Pensionsreform derart zu wirken beginnt, dass die Neupensionen in etwa zehn Jahren um 30% niedriger sein werden als die derzeitigen. Damit ist die Altersarmut vorprogrammiert ist, und die trifft vor allem Frauen. Darum bin ich für die Anhebung der Mindestpension (der Ausgleichszulage) auf zumindest 1.200.- Euro. Und ich bin für die Einrichtung von Stadtteil-Sozialzentren, wie von KPÖplus gefordert, weil sie auch viel zugunsten von Pensionisten und Pensionistinnen bewirken könnten. Auch die Idee von Minister Anschober bezüglich der »Community Nurses«, der Stadtteil-Schwestern oder Stadtteil-Pfleger kann mit der Einrichtung von Stadtteilzentren verbunden werden. In diese Richtung will KPÖplus Druck machen, dabei helfe ich mit, und darum kandidiere ich auf der Liste von KPÖplus.

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