Wochenende für Moria

Foto: K. Ahrer

Mit der Aktion „Wochenende für Moria“, die in vielen Städten regelmäßig stattfindet (so auch in Klagenfurt/Celovec am vergangenen Wochenende, siehe Foto), zeigen Bürger:innen ihre Solidarität mit geflüchteten Menschen und machen auf deren grausames Schicksal aufmerksam. Nicht nur in Griechenland, auch entlang der angeblich geschlossenen Balkanroute sitzen tausende Menschen fest. In Bosnien schlafen sie zu Hunderten in den verschneiten Wäldern, in Abbruchhäusern, im abgebrannten Lager in Lipa. Kälte, Hunger, Krankheiten stehen auf der Tagesordnung. Hilfe kommt nur von NGOs, von Privatpersonen, von einzelnen Organisationen, die sich gegen die unmenschliche Flüchtlingspolitik stellen. Wer es an die kroatische Grenze schafft, vielleicht sogar nach Slowenien oder Österreich, wird von den Grenzbeamten durch illegale Pushbacks wieder nach Bosnien zurückgeschickt – zurück an den Start. Die Grausamkeit dieser Pushbacks, bei denen die Geflüchteten systematisch gedemütigt, verprügelt, gefoltert werden, ihr Hab und Gut zerstört und verbrannt wird, ist tausendfach dokumentiert – doch die EU unternimmt nichts. Es gibt keine Hilfe für die Menschen, die in Bosnien in den Wäldern frieren. Nicht einmal die selbstmordgefährdeten Kinder in den EU-eigenen griechischen Lager können die Herzen von Kurz und Co. erweichen. Deswegen sind solche Aktionen der Zivilbevölkerung so wichtig – nur wenn der Druck auf die Regierungen groß genug ist, wird sich die Situation für die Menschen in den Lagern und an den EU-Außengrenzen verbessern.

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