Alexander Kogler: „Jugendliche in Pandemie nicht alleine lassen!“

Alexander Kogler ist Bürokaufmann und kandidiert für KPÖplus am Listenplatz 9.

„Mir geht es so wie den meisten Jugendlichen: die epidemiebedingten Einschränkungen machen mir zu schaffen. Jugendliche brauchen wesentlich mehr soziale Kontakte als derzeit möglich sind, und Kinder noch mehr. Die Wiederbelebung von sozialen Treffpunkten, Events, Cafés usw. wird ein Problem werden, wenn nicht schon heute für deren Überleben gesorgt wird, und da schaut es nicht gut aus; mehr Bezugspersonen, mehr Psychologen und Psychiater sowie Betreuer werden schnellstmöglich benötigt, weil psychische Probleme unter Jugendlichen rapide zunehmen. Da und dort ist schon länger der Punkt erreicht, an dem nicht einmal mehr Depressive psychiatrisch betreut werden können, oder phantastische mehrmonatige Wartezeiten verschrieben werden, weil noch weniger Plätze zur Verfügung stehen als vor der Epidemie, und schon da war es für viele unerträglich und unerschwinglich.

Essenziell und überfällig genauso wie der Ausbau des medizinischen Bereichs und die Besserstellung des Gesundheitspersonals ist die umfassende Verbesserung der Situation in den Schulen. Wenn SchülerInnen und LehrerInnen Masken tragen müssen, sollen die Schule oder die Stadt die Beschaffung für Familien oder SchülerInnen übernehmen, die sich keine leisten können. Weiters müssen endlich überall, wo es notwendig ist, Fenster, sanitäre Anlagen, Waschbecken, Decken usw. repariert werden, in jedem Klassenraum müssen Luftfilteranlagen eingebaut sowie Seife und Einweghandtücher in ausreichendem Maß bereitgestellt werden. Weiters muss für ein funktionierendes WLAN gesorgt und müssen sämtliche Klassen halbiert werden. Wenn die Hälfte des Unterrichts im Homeschooling erledigt werden soll, müssen Familien, die sich keine Homeschoolingausrüstung leisten können, von der Stadt Geräte zur Verfügung gestellt bekommen.

Das alles würde sie sofort stark entlasten. Die SchülerInnen und Studierenden würden das Gefühl kriegen, dass die Lage langsam in den Griff gekriegt wird, und ihr Stresslevel würde sich drastisch verringern. Auch kontrollierte soziale Treffen könnten schon jetzt dazu beitragen. Das ist alles machbar, und die Kommunalpolitik muss dazu beitragen. Dafür setze ich mich ein.“

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