Grundsicherung statt Stundung!

Stundung? Zuschuss? Ungenügend!

Ein Kommentar von Horst Pilhofer, Klagenfurter Spitzen- und Bürgermeisterkandidat von KPÖplus

Ich will den Heizkostenzuschuss nicht schlechtreden, trotzdem muss hinterfragt werden, welchen Effekt dieser Zuschuss auf längere Sicht überhaupt hat.

Seit zig-Jahren wird dieser an bedürftige Menschen ausbezahlt, nachdem sie am Amt einen Antrag gestellt haben. Je nach Einkommen beträgt dieser zwischen 120,- bis maximal 180,- Euro, und das einmalig. Nicht erst seit den Bildern von der Warteschlange vor dem Klagenfurter Rathaus ist evident, dass immer mehr Menschen genötigt sind, einen solchen Heizkostenzuschuss zu beantragen, und dass ein Heizkostenzuschuss das Problem der Energiearmut nicht grundlegend löst, also in keiner Weise nachhaltig ist. Viele Menschen stellen auch aus Scham keinen Antrag auf Heizkostenzuschuss, wollen nicht in die Rolle von Bittstellern geraten.

Auch eine Stundung unbezahlter Energierechnungen, wie sie von vielen Politikern empfohlen wird, ist alles andere als eine nachhaltige Lösung. Wenn heute kein Geld für die Bezahlung von Rechnungen da ist, wie soll morgen das Vielfache der gestundeten Rechnungen bezahlt werden?

Daher sehe ich es als Priorität, die von uns geforderte entgeltfreie Energiegrundsicherung für die Bevölkerung einzuführen, unbürokratisch, effizient und nachhaltig auch im Sinne der Klimaziele.

> Hier kannst du/können Sie unsere Forderung nach entgeltfreier Enegiegrundsicherung unterstützen.

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